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Kursangebot

Lecture dirigée I: Leseliste

Montag 13.15-14.00 Uhr / Herbst / B.2.79

In diesem Kurs geht es darum, dass Sie sich ausgewählte Werke der deutschen Literatur integral erarbeiten. Die entsprechenden Werke können von einer Liste gewählt werden, die zu Beginn des Semesters in einer ersten gemeinsamen Sitzung abgegeben und kommentiert wird. Nach dieser ersten Sitzung werden Sie sich im Abstand von einigen Wochen mit dem Dozenten für individuelle Zwischenbilanzen treffen. Abgeschlossen wird der Kurs, der sich über zwei Semester erstreckt, durch eine halbstündige mündliche Prüfung zu den gelesenen Werken. Diese Prüfung wird gegen Ende des Frühlingssemesters 2016 stattfinden.

Leistungsnachweis: 30-minütige mündliche Prüfung.
 

Hauptseminar: Literatur und Politik (19./20. Jahrhundert)

Montag 11.00-12.30 Uhr / Herbst / B.2.79

Darf Literatur politisch sein? Oder soll sie es gar sein? – Mit dem Aufkommen der sogenannten Autonomieästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert, das heisst mit der prominent von Immanuel Kant formulierten Forderung, dass schöne Literatur zweckfrei sein soll, wurde die Verbindung von Dichtung mit politischen Zwecken und Absichten problematisch. In immer neuen Varianten wurde seither darüber debattiert, ob und in welcher Form Politik in literarischen Texten eine Rolle spielen darf. Dieser Debatte wollen wir in diesem Seminar anhand ausgewählter literarischer und theoretischer Texte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nachgehen. Dabei sollen auch grundsätzliche Fragen zum Verhältnis von politischer Geschichte und Literaturgeschichte erörtert werden. – Das genaue Lektüreprogramm wird in der ersten Stunde bekannt gegeben. 

Leistungsnachweis: schriftliche Hausarbeit.


Proseminar: Die Fabel

Montag 14.15-15.45 Uhr / Herbst / B.2.79

Fabeln sind – gemäss den Lehrbüchern der Literaturwissenschaft – kurze, einfache Texte in Versen oder in Prosa. Insofern eignen sie sich gut als Thema für ein einführendes Proseminar. Schaut man freilich genauer hin, erweisen sich die vordergründig simplen Geschichten oft als ziemlich vertrackt. Dieser Vertracktheit wollen wir im hier angekündigten Kurs auf die Spur kommen, wobei wir uns zunächst mit den Ursprüngen der Gattung in der Antike beschäftigen werden, bevor wir uns vor allem deren neuzeitlicher Rezeption zuwenden. Im Zentrum stehen werden selbstverständlich deutschsprachige Autoren (wie zum Beispiel Gotthold Ephraim Lessing), doch wir werden es uns nicht entgehen lassen, auch einen Blick auf einen so einflussreichen französischsprachigen Fabeldichter wie Jean de La Fontaine zu werfen. Und natürlich werden wir uns auch fragen, was denn aus der Fabel geworden ist nach ihrer Blütezeit im 18. Jahrhundert. – Die Texte werden in der ersten Stunde in Kopien verteilt.

Leistungsnachweis: schriftliche Hausarbeit.
 


Vorlesung: Theorie und Geschichte des Dramas

Dienstag 10.00-11.30 Uhr / Herbst / B.2.78

Dieser Kurs soll Ihnen zum einen die Chance bieten, sich einen Überblick über die Entwicklung des Dramas und der Dramentheorie von der Antike bis in die Gegenwart zu verschaffen, wobei der Schwerpunkt selbstverständlich auf deutschen Dramen (und dramentheoretischen Texten)  aus der Zeit vom 18. bis zum 20. Jahrhundert liegen wird. Zum andern werden in dieser Vorlesung die wichtigsten Begriffe der Dramenanalyse vorgestellt und anhand von konkreten Beispielen diskutiert. Das genaue Programm wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Parallel zur Vorlesung kann gelesen werden: Bernhard Asmuth: Einführung in die Dramenanalyse. 7. Auflage. Stuttgart/Weimar 2009 (ca. 23 Sfr.).

Leistungsnachweis: 2-stündige schriftliche Prüfung.


Doktoranden-Veranstaltungen (nach Ankündigung)

Sowohl im Rahmen des CUSO-Doktoratsprogramms wie im Rahmen des ProDocs finden verschiedene Veranstaltungen statt, die allen Doktorierenden offen stehen. Auskunft direkt bei mir (peter.schnyder@unine.ch).
 

Lecture dirigée II: Leseliste

Montag 13.15-14.00 Uhr / Frühling / B.2.79

Vergleiche den Kommentar zur Lecture dirigée I (Herbstsemester 2015).


Hauptseminar: Goethe als Lyriker

Montag 11.00-12.30 Uhr / Frühling / B.2.79

In seinem langen Leben hat Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) über 3000 Gedichte geschrieben. Mit diesem umfangreichen und vielseitigen lyrischen Œuvre hat er die Entwicklung der Poesie wie kein zweiter geprägt. Im hier angekündigten Kurs wollen wir anhand exemplarisch ausgewählter Gedichte der Faszination dieses Œuvres, das mehrere literarische Epochen und Strömungen umspannt, nachgehen. Das wird zugleich auch die Gelegenheit bieten, das in den Einführungskursen und Proseminaren vorgestellte Instrumentarium zur Gedichtanalyse zu verfeinern.
Für diesen Kurs sollte das folgende Buch angeschafft werden: Bernd Witte (Hg.): Gedichte von Johann Wolfgang Goethe. Interpretationen. Stuttgart 2005 (ca. 11.90 Sfr.).

Leistungsnachweis: regelmässige aktive Teilnahme, schriftliche Arbeit. 


Proseminar : Arthur Schnitzler

Montag 14.15-15.45 Uhr / Frühling / B.2.79

Mit Arthur Schnitzler (1862-1931) wird in diesem Proseminar einer der wichtigsten Erzähler und Dramatiker des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in den Fokus gerückt. Selbst ein ausgebildeter Arzt, hat sich Schnitzler intensiv mit der Psychoanalyse seines Zeitgenossen Sigmund Freud beschäftigt und im Medium der Literatur darüber nachgedacht, was es heisst, wenn der Mensch nicht mehr „Herr im eigenen Hause“ ist, also erkennen muss, dass sein Leben wesentlich von unbewussten Kräften beeinflusst wird. Ebenso hat er sensibel die Spannungen und Verwerfungen in der Gesellschaft des Fin de Siècle reflektiert und auf die Veränderungen in der Medienwelt (z.B. das Aufkommen des Films) reagiert. Wie in einem Prisma bricht sich so das, was die Welt der Jahrhundertwende und des frühen 20. Jahrhunderts ausmacht, in seinem Werk. – Wir werden uns gleichermassen mit ausgewählten Dramen und Erzählungen beschäftigen. Das genaue Programm wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
Zur allgemeinen ‚Einstimmung’ sei das folgende Buch empfohlen: Konstanze Fliedl: Arthur Schnitzler. Stuttgart 2005 (ca. 11.90 Sfr.).

Leistungsnachweis: 2-stündige schriftliche Prüfung.


Vorlesung : Die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts

Dienstag 10.00-11.30 Uhr / Frühling / R.E.42

In den Schulbüchern wird die Aufklärung bis heute oft einseitig dargestellt. Betont wird immer ihre rationalistische, vernunftorientierte Seite. Das ist natürlich nicht falsch. Doch die Aufklärung ist auch eine Zeit der Aufklärung über die Bedeutung der Sinne und der Sinnlichkeit. Nimmt man das ernst, wird zum Beispiel besser erklärbar, wie es mitten in der ‚rationalen’ Aufklärung zu einer ‚irrationalen’ Literaturströmung wie derjenigen des so genannten „Sturm und Drang“ kommen konnte. In dieser Vorlesung wird es darum gehen, einen Überblick über die Entwicklung der deutschen (und der westeuropäischen) Literatur im Kontext der eben in sich sehr heterogenen Aufklärungsepoche zu gewinnen.
Zur Anschaffung empfohlen: Peter André Alt: Aufklärung. Lehrbuch Germanistik. 3., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2011 (ca. 28.50 Sfr.).

Leistungsnachweis: 30-minütige mündliche Prüfung.


Doktoranden-Veranstaltungen (nach Ankündigung)

Sowohl im Rahmen des CUSO-Doktoratsprogramms wie im Rahmen des ProDocs finden verschiedene Veranstaltungen statt, die allen Doktorierenden offen stehen. Auskunft direkt bei mir (peter.schnyder@unine.ch).