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Kursangebot

Kursbeschreibungen 15-16

Vorlesung
ARGUMENTATION UND ARGUMENTIEREN


DI 1415 - 1545 / Herbst    B.2.79

N.B.: Der Besuch der Vorlesung wird - im Sinne eines freiwilligen Angebots - den Studierenden aller Semester nachdrücklich empfohlen.

Kursinhalt
Diese Vorlesung führt in das Gebiet der Argumentationsforschung ein. In einem ersten Teil wird die Argumentationstheorie der griechischen und römischen Antike (u.a. von Platon, Aristoteles, Cicero) dargestellt. Darauf aufbauend werden verschiedene theoretische Zugänge des 20. und 21. Jahrhunderts diskutiert, z. B. das Argumentationsschema von Toulmin, der pragma-dialektische Ansatz von van Eemeren/Grootendorsr oder die „New Rhetoric“ von Perelmann/Olbrechts-Tyteca, aber auch verschiedene Ansätze aus dem deutschsprachigen Raum, etwa von Habermas, Klein oder Kienpointner.
In einem zweiten Teil werden zunächst Studien zum schriftlichen Argumentieren vorgestellt, wobei wissenschaftliche Texte und das schriftliche Argumentieren im Deutschunterricht im Zentrum stehen werden. In einem dritten und letzten Teil fokussiert die Vorlesung auf den Bereich des mündlichen Argumentierens. Dabei werden Unterschiede zum schriftlichen Argumentieren erläutert und es wird auf die Frage eingegangen, was denn argumentative Gesprächskompetenz ausmacht und wie diese Kompetenz erworben wird.

Literatur:

  • Arendt, Birte/Heller, Vivien/Krah, Antje (2015) (Hrsg.): Kinder argumentieren. Interaktive Erwerbskontexte und -mechanismen. Themenheft in: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, Heft 1/2015.
  • Deppermann, Arnulf / Hartung, Martin (Hrsg.) (2006): Argumentieren in Gesprächen. 2. Aufl. Tübingen: Stauffenburg (Gesprächsanalytische Studien 28).
  • Grundler, Elke (2011): Kompetent argumentieren. Ein gesprächsanalytisch fundiertes Modell. Tübingen: Stauffenburg (Stauffenburg Linguistik 56).
  • Habermas, Jürgen (1981): Theorie des kommunikativen Handelns. Band 1 : Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
  • Kienpointner, Manfred (1992): Alltagslogik: Struktur und Funktion von Argumentationsmustern. Stuttgart/Bad Cannstatt: Frommann-Holzboog.
  • Klein, Wolfgang (1980): Argumentation und Argument. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 38/39, S. 9-57.
  • Krelle, Michael (2015): Leistungsprofile und -niveaus von Schülerinnen und Schülern in Unterrichtsdiskussionen. Ergebnisse einer gesprächslinguistischen Studie zum mündlichen Argumentieren am Ende der neunten Jahrgangsstufe. In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 62(1), S. 61-73.
  • Perelman, Chaïm / Olbrechts-Tyteca, Lucie (2000 [1958]): Traité de l'argumentation: la nouvelle rhétorique. 5. Aufl. Bruxelles: Ed. de l'Univ. de Bruxelles.
  • Toulmin, Stephen (1975): Der Gebrauch der Argumente. Kronberg: Scriptor (Wissenschaftstheorie und Grundlagenforschung 1).
  • Van Eemeren, Frans H. / Grootendorst, Rob (2004): A Systematic Theory of Argumentation. The pragma-dialectical approach. Cambridge: Cambridge University Press.
     


EINFÜHRUNG IN DIE GERMANISTISCHE LINGUISTIK 1

MO 1615 - 1745 / Herbst        R.S.38

Kursinhalt
Dieser zweisemestrige Einführungskurs richtet sich an Studierende der ersten Semester und bietet eine Einführung in grundlegende Konzepte und Themen der germanistischen Sprachwissenschaft. Im ersten Teil der Einführung geht es um die Frage, wie die deutsche Sprache als System funktioniert: Was für eine Art von Zeichensystem ist die Sprache? Welche Laute gibt es in der deutschen Sprache, wie produzieren wir diese Laute? Aus welchen ‚Bausteinen’ werden Wörter verwendet? Welche Arten von Wörtern gibt es? Und wie kann man diese Wörter zu ganzen Sätzen verbinden? Diesen und damit verbundenen Fragen wird der Kurs nachgehen, indem die entsprechenden linguistischen Arbeitsgebiete besprochen werden: Semiotik, Phonetik/Phonologie, Morphologie, Syntax.
Der Einführungskurs sollte in der empfohlenen Reihenfolge (Herbstsemester Teil 1, Frühlingssemester Teil 2) besucht werden. Bei Terminüberschneidungen mit anderen obligatorischen Kursen kann aber auch ausnahmsweise der 2. Teil vor dem 1. Teil besucht werden.
Die Pflichtlektüre wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Am Ende des Semesters findet eine schriftliche Lernkontrolle statt.
 


Seminar
Wie Kinder argumentieren lernen


MO 1415 – 1545 / Herbst    R.E.42

Einen zentralen Bereich innerhalb der Gesprächskompetenzen stellt das mündliche Argumentieren, also das Diskutieren dar. Die Fähigkeiten, eigene Positionen nachvoll¬ziehbar und gut begründet darzulegen, andere Perspektiven einnehmen und die eigenen hinterfragen sowie Pro- und Kontra-Argumente abwägen zu können und gemeinsam ggf. neue Positionen zu erarbeiten, diese Fähigkeiten sind nicht nur grundlegend für interpersonale Beziehungen, sondern auch für die Teilnahme am öffentlichen Diskurs. Die Frage, wie Kinder diese Kompetenzen erwerben, ist bis heute nur wenig untersucht worden.
In diesem Seminar werden in einem ersten Teil grundlegende Texte zum mündlichen Argumentieren und zum Erwerb mündlicher Argumentationskompetenzen gemeinsam erarbeitet. In einem zweiten Teil werden argumentative Gespräche von Schülerinnen und Schülern der Klassen 2, 4 und 6 unter ausgewählten Aspekten gemeinsam analysiert. Die Beispiele stammen aus dem Forschungsprojekt „Argumentative  Gesprächskompetenz in der Schule: Kontexte, Anforderungen, Erwerbsverläufe“, das zur Zeit am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Neuchâtel durchgeführt wird.

Literatur:

  • Arendt, Birte/Heller, Vivien/Krah, Antje (2015) (Hrsg.): Kinder argumentieren. Interaktive Erwerbskontexte und -mechanismen. Themenheft in: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes, Heft 1/2015.
  • Deppermann, Arnulf / Hartung, Martin (Hrsg.) (2006): Argumentieren in Gesprächen. 2. Aufl. Tübingen: Stauffenburg (Gesprächsanalytische Studien 28).
  • Grundler, Elke (2011): Kompetent argumentieren. Ein gesprächsanalytisch fundiertes Modell. Tübingen: Stauffenburg (Stauffenburg Linguistik 56).
  • Heller, Vivien (2012): Kommunikative Erfahrungen von Kindern in Familie und Unterricht. Passungen und Divergenzen. Stauffenburg (Stauffenburg Linguistik 67).
  • Krelle, Michael (2015): Leistungsprofile und -niveaus von Schülerinnen und Schülern in Unterrichtsdiskussionen. Ergebnisse einer gesprächslinguistischen Studie zum mündlichen Argumentieren am Ende der neunten Jahrgangsstufe. In: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 62(1), S. 61-73.
  • Quasthoff, Uta / Krah, Antje (2011): Die familiale Kommunikation als Spracherwerbsressource: Das Beispiel argumentativer Kompetenzen. In: Neuland, Eva (Hrsg.): Sprache und Generation. Mannheim: Dudenverlag (Thema Deutsch 12), S. 115-132.
  • Vogt, Rüdiger (2002): Im Deutschunterricht diskutieren. Zur Linguistik und Didaktik einer kommunikativen Praktik. Tübingen: Niemeyer.